Ferrero und die Kirschlüge–Eine Firmengeschichte

Autor: World of Sweets am 21. September 2011 | Abgelegt in: Marken

Ferrero, sonstige15 Produktionsstätten, 21.400 Mitarbeiter, 6,2 Milliarden Umsatz, 36 Gesellschaften – das ist Ferrero heute. Aber was steckt hinter diesem Weltkonzern und wie hat es mit dem Unternehmen seinen Anfang genommen? Es ist einmal wieder an der Zeit, das Geschichtsbuch aufzuschlagen und in der Firmengeschichte unserer Süßigkeitenlieblinge zu blättern.

 

1898 kam Pietro Ferrero als ganz normales Kind zur Welt. Ihm wuchs keine Schokolade aus den Ohren und er war für seine Eltern auch sicher keine Überraschung mit Spiel, Spaß oder Spannung, aber er sollte später einen der größten Süßigkeiten Konzerne Europas Gründen.

 

Zunächst einmal lernte Pietro Konditor. Aber schon im Jahr 1946 gründete er Ferrero im schönen Alba. Verkaufsschlager der ersten Jahre wurde die Nuss-Nougat Creme Supercrema, die ab 1951 in Italien verkauft wurde. Irgendwann entschied sich Italien, dass das Wort „Super“ in Produktnamen verboten werden sollte. Anstatt seine Cremekreation in Übercrema, Ultracrema oder Topcrema umzubenennen, gab er ihr den einfach (ihr ahnt es sicher schon) Namen Nutella.

 

Ferrero Deutschland wurde bereits 1956 in Stadtallendorf gegründet. Zunächst gab man der Firma den schönen Namen Assia GmbH. Dabei steht dieses schöne italienische Wort lediglich für Hessen. Anfangs bestand das Unternehmen aus genau fünf Mitarbeitern, unter Ihnen ein italienischer Ingenieur, drei Arbeiter aus dem Heimatwerk in Alba und eine deutsche Sekretärin. Sechs Monate später waren es bereits 60, Ende 1957 150 Mitarbeiter. Später wurde dann der Verwaltungssitz nach Frankfurt am Main verlegt. Dort ist bis heute der Hauptsitz Ferreros in Deutschland.
Mon Chéri 157g Die bekannten Pralinen mit der Piemont Kirsche verhalfen Ferrero zum endgültigen Durchbruch auf dem deutschen Süßigkeitenmarkt. Mon Cherie ist aber auch wirklich lecker. Da kann man es Ferrero fast verzeihen, dass es sich bei der Piemont Kirsche lediglich um eine Werbeerfindung handelt. Der Name ist aber an die Herkunftsregion der Familie angelegt, auch wenn dort keine besonders roten, reifen, saftigen oder schmackhaften Kirschen produziert werden.

Mittlerweile wird das Unternehmen in dritter Generation von Giovanni Ferrero geleitet und ist noch immer vollständig in Familienbesitz. In diese Familie einzuheiraten, lohnt sich auf jeden Fall!

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