Kartoffelchips – eine knusprige Erfolgsgeschichte

Autor: World of Sweets am 20. Februar 2017 | Abgelegt in: Allgemein

 

Foto ChipsSie sind gelb, knusprig, würzig und einfach lecker. Auf Partys oder beim Heimkino-Abend dürfen sie nicht fehlen. Die Rede ist natürlich von Kartoffel-Chips. Der krosse Knabberspaß ist aus unserer Snack-Kultur nicht mehr wegzudenken. Deshalb wollen wir uns ein wenig der Entstehungsgeschichte widmen.

Vor den Chips kamen die Pommes frites. Bereits im 17. Jahrhundert wurden die frittierten Kartoffel-Stäbchen in Belgien zu Fisch serviert. Und eben diese soll laut Überlieferung der amerikanische Großunternehmer Cornelius Vanderbilt bestellt haben, als er im August 1853 in einem Hotel im US-amerikanischen Saratoga Springs residierte. Zweimal ließ er sie zurückgehen mit dem Argument, sie seien ihm zu dick. Aus lauter Frust schnitt der Koch George Crum darauf die Kartoffeln in derart dünne Scheiben und frittierte sie so knusprig, dass der Gast sie bestimmt nicht mit der Gabel würde essen können. Doch statt sich zu ärgern, war Vanderbilt von der Kreation begeistert und wenig später wurde sie als „Saratoga Chips“ auf der Speisekarte angeboten. Als alternative Geschichte gilt die Version, dass Crums Schwester eine zu dünne Kartoffelscheibe aus Versehen in heißes Fett fallen ließ. Der Koch war von dem entstanden Chip derart angetan, dass er sie im Hotelrestaurant anbot.

Die industrielle Produktion der beliebten Kartoffel-Chips begann in den 1920er Jahren nach Erfindung einer Kartoffelschälmaschine durch Herman Lay – die Marke Lay’s war geboren. Zuerst gab es den Knabberspaß nur in der Variante gesalzen. Erst in den 40er Jahren begann ein irischer Kleinbetrieb damit, Chips in den Geschmacksrichtungen Cheese’n’Onion sowie Salt’n’Vinegar herzustellen. Nach Deutschland kamen die Chips im Zweiten Weltkrieg durch die amerikanischen Soldaten. 1951 startete die deutsche Produktion durch die heutige Firma Bahlsen-Lorenz.

Ob dick oder dünn, Bio oder von Hand frittiert, gebacken oder als Stapelchips – die würzigen Snacks-Stars existieren in so vielfältigen Varianten wie es Geschmäcker gibt. Funny-frisch, Crunchips, Kettle Chips, Pringles, Tyrrells und Walkers sind nur einige Marken, die bei Knabber-Fans in aller Munde sind. Chips können aber weit mehr als nur Kartoffeln. Tortilla Chips, auch als Nachos bekannt, werden zum Beispiel aus Mais gemacht und traditionell mit leckeren Dips gegessen. Aus Asien kommt die Spezialität Krupuk, sogenannte Garnelenchips, die auf der Basis von Tapiokamehl gefertigt werden. Auch Gemüse, Bohnen oder Reis werden zu knusprigen Scheiben verarbeitet. Bei soviel Auswahl kann keiner widerstehen.

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