Salzstangen – die Unscheinbaren untern den Snacks

Autor: World of Sweets am 24. Juli 2012 | Abgelegt in: Allgemein

Süß und Salzig gehören zusammen, demzufolge auch Süßigkeiten und Knabberzeug. Kein Wunder also, dass ihr bei uns auch einen Klassiker der Knabberei im Sortiment findet: Salzstangen. Dabei ist die Salzstange die Unscheinbare unter den Snacks. Klein, dünn, wenig bunt und schnell verspeist. Zu Unrecht wird sie dadurch als selbstverständlich empfunden. Wir haben uns deshalb vorgenommen, euch dieses Laugengebäck, welches sich sonst so dezent im Hintergrund hält, etwas näher vorzustellen.

 

Zuallererst müssen wir aber eine offizielle Warnung aussprechen: Salzstangen sind nicht ganz ungefährlich. Auf dem kürzlich vergangenen Hurricane Festival musste ein Gast ins Krankenhaus geliefert werden. Grund war eine Salzstange in seinem Ohr, welche entfernt werden musste. Wie die Salzstange dorthin gekommen ist, ob sie den Gast angesprungen hat oder er sich das Laugengebäck selbst einführte, blieb bisher unklar. Auch hört man immer wieder von Experimenten, die darin bestehen, Salzstangen zu rauchen. Feststeht, liebe Kinder: Bitte nicht nachmachen!

 

Diese Vorfälle bestätigen aber unsere Überzeugung: Salzstange sollten nicht in Körperöffnungen gesteckt werden, außer in den Mund. Dafür wurden sie schließlich auch konzipiert und 1935 das erste Mal in Deutschland produziert. Klaus Bahlsen brachte das Rezept aus den USA mit und trat mit den Salzletten (heute Saltletts) den Siegeszug der Salzstange an. Vor allem in der Nachkriegszeit fanden Salzstangen als kleine Beilage zu Wein, Bier, Käse u.ä. Verbreitung. Heute werden pro Jahr allein von den Saltletts mehr als eine Million Kilometer produziert. Das würde reichen um die Erde mehr als 25 Mal zu umspannen.

Lorenz Saltletts Sticks

Apropos Produktion: Basis der Salzstange ist ein Teig, der hauptsächlich aus Mehl, Wasser, Pflanzenöl, Malz und Hefe besteht. Dieser wird maschinell durch kleine Löcher zu langen Würste gepresst. Die so entstehenden Rohlinge werden auf Länge geschnitten, durch eine Natronlauge getaucht, mit Salz bestreut und dann gebacken. Fertig ist die Salzstange.

 

Mittlerweile hat sich die Salzstange zu einem vielfältig einsetzbaren Snack entwickelt. Wer kennt ihn nicht, den Mettigel mit Salzstangen als Stacheln? Auch gibt es Gourmets, die Schnitzel mit Salzstangen panieren oder das Laugengebäck mit Erdnussbutter und Schokostreuseln verzieren. Als Hausmittelchen gegen Erbrechen und Durchfall ist die Salzstange in Kombination mit Cola bekannt.

 

Ihr seht, die Salzstange ist vielfältig. Und das obwohl sie nur vier Millimeter dick und 10 bis 15 Zentimeter lang sind. Oder gerade deswegen? Übrigens beinhaltet eine Salzstange ca. 0,025g Salz. Aber genug der technischen Daten, denn am besten ist die Salzstange doch einfach, wenn man sie gemütlich knabbern kann: An langen Filmabenden oder bei gemütlichen Partys.

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